Wissenswert

Geschichte des Porzellans in Europa

 

 

Marco Polo hat vermutlich der Geschichte nach den Namen „ Porzellan „ benannt. Durch ihn entwickelte sich das weiße Gold als Symbol für Macht und Reichtum.

 

Unter dem sächsischen Kurfürst August der Starke führte der Alchemist Johann Böttger mit seinem Kollegen Tschirnhaus und weiteren Mitarbeitern Experimente durch,  um ein Verfahren zur Herstellung von Porzellan, dem weißen Gold,  zu finden. Mit dem Zusatz von Kaolin wurde das bis zu diesem Zeitpunkt meist graue Porzellan von weißem Porzellan abgelöst.

Im Jahre 1710 wurde per Dekret die „ Königlich-Polnische und Kurfürstlich-Sächsische Porzellanmanufaktur „ gegründet. Die erste Produktionsstätte war die Albrechtsburg in Meißen.

Weitere Manufakturen wurden in den folgenden Jahren in Europa gegründet.

 

Porzellan setzt sich aus Kaolin, Feldspat und Quarz zusammen. Durch die Weiterentwicklung von Fertigungsmethoden, verschiedentliche Abwandlungen der Zusammensetzung der Rohstoffe haben sich viele Arten von Porzellan entwickelt.

Diese unterschiedlichen Porzellansorten finden wir im Alltag in verschiedenster Lebensbereichen.

So begegnet uns Porzellan im Sanitärbereich, in der Elektrotechnik und letztendlich in der Tischkultur.

Man unterscheidet heute im Wesentlichen unter :

 

Bone China oder Knochenporzellan, das durch das Brennverfahren besonders hart wird.

 

Fine China Porzellan,was ein Weichporzellan ist und durch die Weiterentwicklung des Knochenporzellans entstand.

 

Vitro Porzellan, was besonders bruch – und kantenfest ist.

 

Faience Geschirr, was ein aus besonderes Hartsteingut ist.

 

Biskuitporzellan, was für die Herstellung von Figuren verarbeitet wird. Es wird nicht glasiert.

 

Heute wird Porzellan in der Tischkultur entweder in einer Manufaktur, d.h. in reiner Handarbeit gefertigt.

Der maschinelle Fertigung von Geschirrteilen geht das Gießen einer Gipsform voraus, in die anschließend die flüssige oder breiige Masse des Porzellans gegossen wird.

 

Die fertigen Rohlinge werden weiter verarbeitet, indem sie mit Dekore veredelt, glasiert und mehrfach gebrannt werden.

Im laufe der letzten Jahre haben sich die Formen und Muster der Teller Tassen und Zubehör wie Platten, Schüsseln u.a. verändert. Der Teller ist nicht mehr nur rund. Eckige und asymmetrische Formen bietet jeder Hersteller an. Durch die verschiedenste Farben, Motive, Muster eröffnet sich  für jeden Geschmack das passende Porzellan.

Zu den jeweiligen Jahreszeiten gibt es im passende Design Weihnachts - oder Osterporzellan.

Die jeweiligen Hersteller bieten zudem passendes Zubehör  wie Tischdecken, Gläser oder Besteck an.

Verschiedene Dekorationsartikel aus Porzellan zur Adventszeit, Weihnachten und Ostern verschönern diese Festtage.

 

Es gibt namhafte Künstler, die für die verschiedenen Hersteller arbeiteten und es auch heute noch tun.

Keith Haring war ein amerikanischer Künstler, der unter anderem für Villeroy&Boch arbeitete.

 

Paloma Picasso,die Tochter von Pablo Picasso ist eine spanisch-französische Designerin. Sie war viele Jahre  für die Firma Heinrich Porzellan und Villeroy&Boch tätig.

 

Der Modedesigner Wolfgang Joop entwarf für verschiedene Hersteller  Meißner Porzellan-Manufaktur und Villeroy&Boch Service.

 

Ole Winther kreiert seit 1978 eine Vielzahl an Geschenkartikel für Hutschenreuther. Besonders sind seine Entwürfe des Weihnachtssortiments zu erwähnen.

 

 

Die bekanntesten in Deutschland ansässigen Porzellanfirmen sind Villeroy&Boch, Rosenthal, Hutschenreuther und Fürstenberg.

Weitere bekannte Unternehmen aus England sind Fa. Spode und Wedgwood.

Einige bekannte Manufakturen aus Europa sind

Fa. Herend aus Ungarn

Fa. Augarten aus Österreich



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